Stakeholder-Engagement: Wie integriere ich transdisziplinäre Ansätze in meine Arbeit?

© Ulrike Sylla

Workshop auf der FORTRAMA Jahrestagung 2026

Die Zusammenarbeit mit externen Stakeholdern aus Industrie, Politik und Zivilgesellschaft kann die gesellschaftliche Relevanz von Forschung und Transfer erhöhen. Durch die Integration von außerwissenschaftlichen Perspektiven entstehen Chancen, praktikable Lösungen für komplexe gesellschaftliche Herausforderungen zu finden und gemeinsam umzusetzen. Doch wie kann transdisziplinäres Arbeiten in die Forschungslandschaft integriert werden? Und wie gelingt effizientes Stakeholder-Engagement?

In einem Workshop auf der FORTRAMA e.V. Jahrestagung am 19.03.2026 an der Universität Kassel, organisiert von Dr. Ulrike Sylla (Helmholtz-Zentrum für Geoforschung) und Dr. Katharina Sielemann (Helmholtz-Forum Erde und Umwelt), wurden diese Fragen gemeinsam mit den Teilnehmenden adressiert: Nach einem kurzen Impuls wurde in Kleingruppen erarbeitet, wie Stakeholder in Forschungs- und Transferprojekte sinnvoll eingebunden werden können. Dabei wurden anhand eines konkreten Beispiels Ziele definiert, Rollen von relevanten Stakeholdern und geeignete Formate diskutiert, sowie notwendige Ressourcen festgehalten. In einem zweiten Teil wurden potentielle Hürden des Stakeholder-Engagements und Lösungsansätze erörtert. Den Abschluss der Session bildete, basierend auf den erarbeiteten Ergebnissen, ein kurzer Erfahrungsaustausch zu Best und Worst Practices des Stakeholder-Engagements.

Zentrale Aspekte, die im Workshop herausgestellt wurden, sind:

  • Stakeholder Engagement ist wichtig für an den Bedarfen der Gesellschaft orientierte Forschung und erfolgreichen Transfer.

  • Stakeholder können in unterschiedlichen Projektphasen in den Forschungsprozess einbezogen werden, aber immer auf Augenhöhe und zum beiderseitigen Mehrwert.

  • Formate für Stakeholder-Engagement sollten zielgruppenspezifisch eingesetzt werden.

  • Langfristige Beziehungen zu externen Stakeholdern sind wichtig und müssen gepflegt werden.

Im Feedback zur Veranstaltung wurde der Wunsch nach einer kürzeren Einführung zu Grundlagen geäußert. i) Die interaktive Struktur des Workshops, ii) die Gruppenarbeit am Canvas anhand eines praktischen Beispiels, iii) die Einblicke in viele Bereiche der Stakeholderarbeit und iv) die verschiedenen Perspektiven wurden hingegen positiv hervorgehoben.