Synthese von Kunststoff-Wissen: SPHERE
© Dr. Elena von Helden
Das SPHERE-Projekt – „Synthese von Kunststoffen: Helmholtz-Expertise in Kunststoffforschung und politisches Engagement“ – befasst sich mit der globalen Herausforderung der Kunststoffverschmutzung, indem es Wissen über das End-of-Life-Management von Kunststoffen konsolidiert und weiterentwickelt. Während internationale Bemühungen wie das globale Plastikabkommen versuchen, Kunststoffabfälle zu bekämpfen, nutzt SPHERE die vielfältige Expertise innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft in Deutschland, um nachhaltige politische Entwicklungen für den Kunststoffabbau und das Recycling zu unterstützen.
Die aktuelle Kunststoffforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft umfasst mehrere Projekte und Disziplinen, die sich auf die Umweltwirkungen, Abbauprozesse und Kreislauffähigkeit von Kunststoffen konzentrieren. Zu den Projekten gehört beispielsweise das Kompetenzcluster Mikroplastik, das die Quellen, Verbreitung und Auswirkungen von Mikroplastik untersucht, sowie FINEST, das sich auf neue Kreislauftechnologien fokussiert. Diese und andere Initiativen werden durch SPHERE zusammengeführt, um Synergien zu schaffen, Strategien abzustimmen und die Gesamtwirkung der Kunststoffforschung im Helmholtz-Forschungsbereich Erde & Umwelt und darüber hinaus zu verstärken.
Durch die Kartierung und Analyse wissenschaftlicher Forschungs- und Politikdokumente identifiziert SPHERE Chancen und Hindernisse für eine nachhaltigere Kunststoff-Governance. Das Projekt bindet aktiv Akteure aus Politik, Gesellschaft, Industrie und Wissenschaft ein, um Wissenslücken zu schließen und wissenschaftliche Erkenntnisse in anwendbares Wissen zu transformieren. Durch diese umfassende Synthese zielt SPHERE darauf ab, fundierte Entscheidungsprozesse zu unterstützen und zur ökologischen Nachhaltigkeit beizutragen.
SPHERE wird eine Synthese der Kunststoffforschung im Helmholtz-Forschungsbereich Erde & Umwelt erstellen, die in einen Synthesebericht und ein Policy Brief mündet. Diese Ergebnisse sollen zur Verbesserung des End-of-Life-Managements von Kunststoffen und zur Förderung kreislauforientierter Prinzipien beitragen. Indem Erkenntnisse zu technologischen, gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen gebündelt werden, schafft das Projekt eine Wissensbasis, die Zusammenarbeit, politische Harmonisierung und nachhaltige Praktiken auf nationaler und internationaler Ebene unterstützt.
General Assembly 2024
Bei der General Assembly des Helmholtz-Forschungsbereichs Erde & Umwelt in Kiel stellte Prof. Nick Wierckx erstmalig das Projekt vor.
Offenes Info-Meeting
Am 8. Januar 2025 von 10:00-11:30 Uhr fand online ein offenes Informationsmeeting zum SPHERE-Projekt statt. Alle Interessierten waren herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.
Kick-off Meeting in Berlin
Am 24. Januar 2025 fand in Berlin das Kick-off-Meeting des Projekts SPHERE „Synthesizing Plastics: Helmholtz Expertise in Plastics Research and Policy Engagement“ des Helmholtz-Forums Erde und Umwelt (vormals SynCom) statt. Dieses Treffen markierte den offiziellen Start des Projekts, das sich auf die Synthese von Forschungsexpertise und politische Zusammenarbeit im Bereich Kunststoffe konzentriert.
Mehr als 20 Teilnehmende aus den Forschungszentren des Forschungsbereichs „Erde und Umwelt“, das Office-Team des Helmholtz-Forums Erde und Umwelt sowie weitere Expert:innen auf diesem Gebiet kamen zusammen, um gemeinsam mit den Projektleiter:innen Paul Einhäupl (RIFS), Nick Wierckx (FZJ) und Anran Luo (UFZ) die Schwerpunkte des Projekts zu definieren, relevante Akteure zu besprechen und den politischen Rahmen für SPHERE zu diskutieren. Ein gelungener Auftakt!
SPHERE Projekt Meeting: 13. Mai 2025 online
© Helmholtz-Forum Erde und Umwelt
SPHERE Online Projektworkshop
Am 4. Juli 2025 kamen 17 Forschende aus acht Helmholtz-Zentren zusammen, um einen Ansatz für den für November geplanten Stakeholder-Dialog zu entwickeln. Ausgehend von vier großen Themenbereichen – Nano-/Mikroplastik, Technologien, Produktion und Verwendung von Kunststoffen sowie biologisch abbaubare Kunststoffe – wägten sie verschiedene Strategien zur Einbindung der Stakeholder-Gruppen ab. Die Projektleiter:innen von SPHERE präsentierten außerdem eine Analyse der aktuellen Ausrichtung der Kunststoffpolitik und der aus dem Projektkonsortium hervorgegangenen Narrative, die als Leitfaden für die gesamte Diskussion diente.
Fokus und Vielfalt: Transdisziplinäre Teams verknüpfen Herausforderungen mit Chancen und priorisieren nächste Schritte. | © Helmholtz-Forum Erde und Umwelt
SPHERE Stakeholder Workshop
Am 6. und 7. November 2025 fand ein zweitägiger Multi-Stakeholder-Workshop im Michelberger Hotel in Berlin statt. Mit dem Ziel, unterschiedliche Stimmen aus Regulierung, Industrie, NGOs und Wissenschaft zusammenzubringen, wurden am ersten Tag Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit aktuellen (politischen) Entwicklungen im Bereich von Kunststoffen diskutiert. Am zweiten Tag standen Visionen für eine nachhaltige Kunststoffzukunft im Fokus.
Wissenschaftliche Publikationen
Paul Einhäupl, Linda Del Savio, Melanie Bergmann & Annika Jahnke (2026): “The global plastics treaty can be saved — here’s how to break the deadlock” Nature, 650 (8100), 32–36. DOI: doi.org/10.1038/d41586-026-00314-4
Kontakt
Prof. Dr. Nick Wierckx: n.wierckx@fz-juelich.de; Dr. Anran Luo: anran.luo@ufz.de; Dr. Paul Einhäupl: paul.einhaeupl@rifs-potsdam.de
Zur Anmeldung für den Emailverteiler für Beteiligte des SPHERE-Projekts: https://www.listserv.dfn.de/sympa/subscribe/syncom-sphere?previous_action=info