SynCom reicht gemeinsam mit Helmholtz KLIMA Stellungnahme zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung ein
©ckybe - adobe.stock.com
Helmholtz SynCom hat im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Klimaschutzprogramm der Bundesregierung gemeinsam mit Helmholtz KLIMA eine Stellungnahme eingereicht. Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) erarbeitet das Klimaschutzprogramm zur Zeit gemäß § 9 des Bundes-Klimaschutzgesetzes und wird dieses im März 2026 veröffentlichen. Zur Stellungnahme trugen Forschende aus acht Helmholtz-Zentren bei, darunter sechs Zentren aus dem Helmholtz Forschungsbereich Erde & Umwelt.
Im Kern fordern die Helmholtz-Forschenden, die verbleibenden Emissionslücken mit einer Mischung verschiedener konkreter Maßnahmen zu schließen. Empfohlen wird ein schnellerer Ausbau von Erneuerbaren Energien, flankiert durch Netze, Speicher und Flexibilitäten, damit das Stromsystem die Dekarbonisierung anderer Sektoren tragen kann. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die bekannten Problemfelder Verkehr und Gebäude. Dort brauche es wirksame Instrumente und verlässliche Rahmenbedingungen, die Investitionen auslösen und Maßnahmen skalieren – statt kleinteiliger Programme, die Wirkung versprechen, aber die Lücke nicht schließen. Besonders nachdrücklich verweist die Stellungnahme auf die natürlichen Senken: Meere, Böden, Wälder und Moore müssten konsequent gestärkt und abgesichert werden – mit wirksamer Agrar- und Forstpolitik sowie ordnungsrechtlichen Leitplanken. Ohne stabile Senken drohten zusätzliche Zielverfehlungen, die sich später kaum noch aufholen lassen. Als entscheidend für Glaubwürdigkeit und Steuerungsfähigkeit benennen die Forschenden zudem die Governance: klare Zuständigkeiten, eine stärkere Verzahnung von Klimaschutz und Klimaanpassung - ausdrücklich auch im Hinblick auf Wasserextreme - sowie ein Monitoring, das Wirkung und Zielerreichung transparent macht und Nachsteuerung ermöglicht.
Die vollständige Stellungnahme ist hier zu finden.